Seid tausenden von Jahren wird der Hanf als Nutzpflanze verwendet.
Die Hanfpflanze (Cannabis) ist unglaublich vielfältig.
In einem 2700 Jahre alten Grab in China wurde ein ausschließlich mit stark psychoaktiven Cannabisblüten gefüllter Behälter als Grabbeigabe entdeckt.
Über Indien und die antiken Hochkulturen im heutigen Irak trat der Hanf seinen Weg um die Welt an. In Europa sind die ältesten Funde ca. 5500 Jahre alt und stammen aus dem Raum Eisenberg.
In der Mitte des 20. Jahrhunderts verdrängten Kunstfasern den Hanf auch aus der Bekleidungsherstellung.
Bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts war Cannabis, gewöhnlich in Form von alkoholischen Extrakten, ein leicht verfügbares Medikament und im 19. Jahrhundert eines der am häufigsten verschriebenen. Auf der zweiten Opiumkonferenz am 19. Februar 1925 in Genf unterzeichnete Deutschland ein überarbeitetes Abkommen aus der ersten Opiumkonferenz über den Handel mit Drogen. Es wurde am 25. September 1928 in Kraft gesetzt. Daraufhin wurden auch Drogen wie Heroin, Kokain und, auf Drängen von Ägypten, auch Cannabis mit in die Liste aufgenommen und mit Opiaten gleichgestellt. Indien, das als einziges Land eine wissenschaftliche Forschung vorzeigen konnte, widersprach aus religiösen und kulturellen Gründen. Auch Deutschland sah keinen Grund, Cannabis mit aufzunehmen.
Die pharmakologischen Wirkungen von Hanf sind erst in jüngster Zeit in den Fokus der medizinischen Forschung gerückt. Verantwortlich für die Wirkungen sind Inhaltsstoffe, die als Cannabinoide bezeichnet werden.
Durch die Teillegalisierung erlebt der Hanf einen neuen Boom. Es ist jedoch eine mächtige Pflanze, der man mit Respekt und Kenntniss gegenüber treten sollte, dies versuchen unsere drei Experten euch an diesem Wochenende zu vemitteln.
Seminarinhalt:
- Die Hanfpflanze – ein Tausendsassa (Geschichte des Hanfs und medizinische Anwendungen (z.B. Hanfwickel)
- Das Endocannabinoid System
- Unterschied CBD und THC + therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten CBD
- Aktuelle Gesetzeslage THC, CBD, Anbau, Konsum …
- Fluch und Segen von Cannabis
- Macht kiffen dumm?
- Was sind die Anzeichen für eine Cannabis-Sucht?
- Ist Cannabis eine Einstiegsdroge?
- Junge Menschen, die nach intensivem Konsum unter psychotischen Symptomen leiden
- Selbstanbau; Indoor-/ Outdoorgrowing
- „Die Qual der Wahl“ – Thema Saatgut: Indica, Sativa oder Hybrid?
- Ernte, Lagerung & Verarbeitung
- „Apotheke“ vs. „Dealer“ – Möglichkeiten und Gefahren des Bezugs neben dem Selbstanbau
- Unterschiedliche Konsummöglichkeiten im Vergleich
- Die richtige Vorbereitung: „Set & Setting“
- Was passiert mit mir nach dem Konsum? -Wirkung & Nebenwirkungen
- Ethnobotanik: Lehrerpflanze Cannabis
- Praxiseinheit: „Mit dem Cannabisspirit Kontakt aufnehmen“
Xenia bringt ihre energetischen Erfahrungen ebenfalls mit ein. Samstagabend wird sie von der umarmenden Kraft von Mama Ganja berichten und eine erste Annäherung an eine große Pflanzenseele suchen. Das“ ursprüngliche“ Hanfkraut in seiner wesentlichen Reinheit ist liebevoll und hilfreich. Sie kann sich bei Mißbrauch jedoch auch rächen und fordert dann ihren Tribut für den Mißbrauch.
Hat die geboostete Version einen erstmal im Griff, lässt sie nicht mehr los und zieht hinunter in den Abgrund, zurück in den dunklen Schoß des Vorbewußtseins, aber nicht in Geborgenheit sondern in Angst und Gier.
Ihr seht, wir werden allen Aspekte beleuchten und mit vier tollen Referenten wir es ein sehr, sehr informatives Wochenende.
Details
Termin: 22.- 23. August 2026
Zeiten: Samstag: 09.30-20.00 Uhr, Sonntag: 09.30-17.30 Uhr
Kosten: 275 € (PhytAro-Schüler:innen/ BDH-Mitglieder: 265 €) – Zertifiziert mit BDH-Fachfortbildungspunkten
Dozent:innen: HP Stefanie Dietrich/ HP Peter Germann/ Prof. Dr. Ingo Zimmermann, Xenia Fitzner
Seminarort: PhytAro, Dortmund
Ca. 10 Tage vor Seminarbeginn gehen Ihnen weitere Informationen und eine detaillierte Wegbeschreibung per email zu.
